Spendenaufruf: Nothilfe für Malaspa/Afghanistan

Corona in Afghanistan – Stillstand und Not auch in Panjsher

Der Ausbruch der Corona-Pandemie stellt unseren Projektpartner „Union Peoples The Village of Malaspa“ (siehe Projekt „Strom für Malaspa“) und die dazugehörige Dorfgemeinschaft in Panjsher vor eine immense Herausforderung. Obwohl es aktuell nur einige hundert offizielle Corona-Infizierte in Afghanistan gibt, sind diese Zahlen aufgrund fehlender Testung nicht aussagekräftig. Die afghanische Regierung hat daher trotzdem umfassende Reise- und Kontaktbeschränkungen erlassen, die die Menschen schwer treffen. So ist das im Hochgebirge liegende Panjsher-Tal nun weitgehend isoliert. Ein Sozialsystem, welches die Härten abfedert, existiert nicht.

Für die Menschen in Malaspa haben die Beschränkungen indes gravierende Auswirkungen:

  • Lebensmittel sind erheblich im Preis gestiegen. Mehl ist beispielweise in den ersten zwei Aprilwochen fast 50% teurer geworden.
  • Tagelöhner, die sonst zwischen Kabul und Panjsher pendeln, haben kein Einkommen mehr.
  • Geld von Verwandten in Kabul, die sonst ihre Angehörigen in Malaspa bescheiden unterstützen, bleibt aus.
  • Handel mit den eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnissen zwischen Panjsher und dem Rest des Landes findet nicht mehr statt.
Es blüht in Malaspa - aber bis zur Ernte ist es noch lang
Geschlossene Geschäfte in Panjsher
Tagelöhner in Kabul

Die Auswirkungen treffen Panjsher und Malaspa besonders hart, da die aktuelle Corona-Krise in die klassische Hungerperiode im Frühling fällt. Viele Menschen in Malaspa sind so arm, dass sie schon in Guten Jahren nur von der Hand in den Mund leben und diese kritische Zeit nur schwer bewältigen können. Denn, obwohl das erste Grün bereits auf den Feldern steht, ist es bis zur Ernte im Juli/August noch lange hin. Lediglich Maulbeeren und wenige Gemüsearten sind bereits im Mai erntereif, können aber nun nicht mehr in Kabul verkauft werden, um so andere Grundnahrungsmittel zu finanzieren.

Menschen in der ganzen Welt kämpfen mit Corona und den Folgen für ihr Leben. Viele – auch in Deutschland – sind davon in ihrer Existenz bedroht. Die 50 bedürftigsten Familien in Malaspa, denen wir versuchen zu helfen, fehlt es aber jetzt bereits an Lebensmitteln. Sie werden die Zeit bis zum Erntebeginn nicht aus eigener Kraft überstehen. Mit Hilfe von Spenden wollen wir jetzt versuchen, diesen Menschen in der größten Not schnell zu helfen.

gafca e.V. wird Lebensmittelpakete für diese Familien zusammenstellen:

  • 50 kg Mehl
  • 25 kg Reis
  • 7 kg Bohnen
  • 3,5 kg Zucker
  • 5 Liter Speiseöl

Ein Paket bringt eine 6-köpfige Familie über die nächsten vier Wochen und damit ihrer eigenen Ernte ein gutes Stück näher. Ein solches Lebensmittelpaket zusammenzustellen kostet derzeit vor Ort umgerechnet 85,- €.

Jede Spende zählt!

Kinder in Panjsher